Werbeagentur Linz

Steuernews für Ärzte

Steuernewsarchiv

Frühling 2019

Winter 2018

Herbst 2018

Sommer 2018

Frühling 2018

Winter 2017

Herbst 2017

Sommer 2017

Frühling 2017

Winter 2016

Herbst 2016

Sommer 2016

Frühling 2016

Winter 2015

Herbst 2015

Sommer 2015

Frühling 2015

Winter 2014/15

Herbst 2014

Sommer 2014

Frühling 2014

Winter 2013

Herbst 2013

Sommer 2013

Frühling 2013

Winter 2012/13

Herbst 2012

Sommer 2012

Frühling 2012

Winter 2011

Herbst 2011

Sommer 2011

Frühling 2011

Kein Schadenersatzanspruch nach Operation am Knie

Kein Schadenersatzanspruch nach Operation am Knie

Sachverhalt

Am 19. November 2007 wurde die Patientin am rechten Knie wegen einer Meniskusverletzung komplikationslos operiert. Es steht soweit nicht fest, ob die Patientin als Klägerin über die mit der Arthroskopie typisch verbundenen Risiken, wie z. B. Erguss oder Infektion, informiert wurde. Fest steht jedoch, dass sie sich auch bei einer entsprechenden Aufklärung operieren hätte lassen. Bei Aufnahme in die Krankenanstalt hat die Stationsärztin die Patientin über mögliche Komplikationen aufgeklärt.

Am 29. November 2007 wurde die Klägerin bei einem weiteren Eingriff punktiert und erhielt eine Cortisoninjektion in das rechte Kniegelenk, eine Aufklärung über negative Komplikationen erfolgte nicht.

Seit diesem Eingriff entwickelte sich eine „schleichende“ Infektion (keine labortechnische Erkennung!), wobei die Patientin am 12. Dezember lege artis arthroskopiert wurde. Sie begehrte Schadenersatz wegen Behandlungs- und Aufklärungsfehlern.

Entscheidung OGH

Der OGH betonte, dass weder eine haftungsbegründende Verletzung der Aufklärungspflicht noch ein Behandlungsfehler vorliegt.

Die späteren Schmerzzustände waren nicht auf die Behandlung durch den beklagten Arzt zurückzuführen. Zudem war eine weitere Aufklärungspflichtverletzung bei der ersten Operation und auch bei der Punktion hinfällig, weil die Klägerin ohnedies, auch bei vollständiger Aufklärung, der ärztlichen Behandlung zugestimmt hätte.

Zusammenfassend wurde darauf hingewiesen, dass Ärzte auch bei Annahme einer Aufklärungspflichtverletzung nur dann haften, wenn sich genau das Risiko verwirklicht hat, über das hätte aufgeklärt werden müssen. Dieses habe sich jedoch nicht verwirklicht (vgl. 10 Ob 42/16y).

Stand: 29. Mai 2017

Weitere Artikel der Ausgabe Sommer 2017:

OS Opperer-Pfleiderer & Schatz Steuerberatung GmbH work Untermarktstr. 48 / 4. Stock 6410 Telfs Österreich work +43 (0) 5262/65 7 87 fax +43 (0) 5262/65 7 87-10 https://www.opperer-schatz.at 47.307049 11.076287